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Omega 3 und die Vorteile im Sport

Warum Fett gesund ist

In den letzten Jahren ist das Interesse am Thema Fettsäuren in der Sportmedizin gewachsen, und die Ansichten zu Fetten haben sich gewandelt.

Vom Ansatz so wenig Fett zu sich zu nehmen wie eben nur möglich bis hin zum täglichen Verzehr von Bullet-Proof-Coffee hatten wir alles in den Medien. Jetzt stellt sich die Frage, welcher Ansatz nun am gesündesten oder sogar leistungssteigernd ist. Diesbezüglich wurden inzwischen viele Studien durchgeführt, und die Ergebnisse zeigen heute ein deutliches Bild!

Bevor wir erklären, was Omega 3 und Fette überhaupt sind, möchte ich Ihnen zunächst meine Erfahrungen zur erwähnten Low-Fett– und High-Fett-Ernährung schildern.

Low-Fett bedeutet, dass sich in unserer alltäglichen Nahrung 10-30% Fett insgesamt befindet. Dabei wird nicht unterschieden, welche Fette aufgenommen werden. Der Hintergrund dieser Ernährung ist, dass Fett eine hohe Energiedichte hat. Fett enthält auf 1 g 9,3 kcal., Protein oder Kohlenhydrate hingegen nur ca. 4,1 kcal.!  Damit lässt sich leicht ein Kaloriendefizit und somit Körpergewichtsverlust anstreben. Der Nachteil von Low-Fett ist, so wie bei allen radikalen Diäten, der Verlust von „guten Fetten“ – Unser Körper braucht diese Fette jedoch zur Hormonbildung!

High-Fett (auch „Low Carb“) bezeichnet eine Verteilung von 30% Kohlenhydrate, 30% Eiweiß und 40% Fett. Viele Athleten machen beim Muskelaufbau gute Erfahrungen mit dieser Verteilung. Hier können wir die Vorzüge einer vollwertigen Ernährung genießen und auch die Problematik der unterdrückten Hormonbildung fällt weg. Welche Fette dabei vorliegen sollten, ist mit der genannten Verteilungsformel aber noch nicht erschlossen.

Die Vorteile der „Low Carb“-Ernährung liegen meines Erachtens darin, die Stoffwechselflexibilität zu trainieren und auch eine mitochondriale Entwicklung zu behalten. Stoffwechselflexibilität sagt aus, wie ökonomisch der Körper eine Mischkalkulation von allen angebotenen Brennstoffen nutzt und damit in allen Leistungsbereichen ATP ( die Energiewährung des Körpers ) bildet. ATP (Adenosintriphosphat ) wird unter enzymatischer Einwirkung von Sauerstoff und Zufuhr vom Körper resorbiert oder mit Hilfe von über die Nahrung zugeführten „Baustoffen“ (Kohlenhydrate, Eiweiß, Fett) in den Mitochondrien (Energiefabrik in der Zelle)  gebildet.

Als Ausdauersportler brauchen wir unsere Kohlenhydrate als schnell verfügbare Energie. In geringen Mengen speichern wir Kohlenhydrate in Muskeln und Leber. Der Rest, den wir nicht sofort verbrauchen oder im Muskel speichern, lagert der Körper als Fett ein. Fett ist wie oben erwähnt ein höchst effizienter Energielieferant. Jeder von uns , egal wie schlank, könnte mehrere Marathon nacheinander laufen, ohne dass unsere gespeicherten Reserven aufgebraucht würden. Die genannte Stoffwechselflexibilität kommt hier wieder zum Tragen. Geben wir genügend Reize im Training und in unserer Ernährung, so passt sich die Energiebildung im Körper an. Dann ist es möglich, unsere Fettreserven zur Energiegewinnung zu nutzen.

 

Butter oder Olivenöl sind in Ihrer Zusammensetzung verschieden. Genauso wie pflanzliche und tierische Fette. Fett besteht aus Fettsäuren. Die unterschiedliche Verkettung der einzelnen Fettsäuren bringt dabei Nutzen bzw. bedeutet Belastung!

Die wichtigsten Fettsäuren:

Linolsäure (Omega 6): Omega 6 ist ein Nährstoff, da sie nicht vom Körper synthetisiert wird. Sie Ist besonders im Bereich der Haut relevant, da sie dort den Wasserhaushalt reguliert.

Alpha-Linolensäure (Omega 3) hat großen Anteil beim Aufbau der Zellmembranen und der inneren Produktion von Hormonen wie Prostaglandine, die bei vielen Endzündungsprozessen beteiligt sind.

EPA und DHA (Omega 3): Sie sind besonders wichtig für Zellmembrane und das Gehirn. Das Gehirn besteht zu ca. 38% aus Fett.

an dieser Stelle sei die Möglichkeit zu nennen Sein Blut einfach und bequem auf die Balance zu testen!

 

 

Dies ist ein erschreckender Fakt, denn es hat zur Folge, dass sich unsere Zivilisationskrankheiten so erfolgreich verbreiten.

Studien belegen, dass Endzündungsprozesse im Körper nicht nur Zellentartung begünstigen, sondern die oxidativ belastete Zelle auch nicht die Möglichkeit hat, sich selber zu retten.

Stellen Sie sich vor wie die einzige Tür in Ihrem Haus verschlossen ist. Ihre Gäste sind schon lange auf Ihrer Party und werden langsam müde und hungrig. Was kann nun in absehbarer Zeit passieren?

Wenn Sie jetzt darauf tippen, dass die Stimmung kippt, haben sie einen Bezug zu Ihrer Zelle und deren Hülle (Doppel-Lipid-Schicht). Spinnen Sie nun ruhig den Gedanken weiter, und ich bringe Ihnen einen weiteren Bezug zur Zelle: Folgerichtig ist die nächste Eskalationsstufe der Gäste. Jetzt kann es sein, dass einige der Gäste in handfesten Streit geraten oder schlimmer. In der Zelle kann gleichsam ein entzündlicher Prozess entstehen, wenn sämtliche Hormone, Nährstoffe oder Abbauprodukte nicht einfach ein- und ausdiffundieren können und zu guter Letzt in der Zelle oxidieren. Nun Ist die unflexible Zelle, mit ihrer undurchlässigen, steifen Hülle nicht in der Lage, Produkte wie ATP aus der Zelle zu befördern oder Glukose in die Zelle zur Bildung von ATP einzubringen.

Das Mitochondrium ist in dieser Energiegewinnung nicht die einzige Stelle, die in Ihrer Aufgabe behindert wird. Eine gute Balance von Fetten (Omega 6 zu Omega 3) ist als Sportler ein immens großer Vorteil! Übrigens kann jeder, ob Sportler oder nicht, von einem erhöhten Omega-3-Spiegel profitieren. Es ist schon bewiesen, dass dadurch Gedächtnisverlust oder sogar Alzheimer vorgebeugt werden kann. Auch koordinative Aufgaben ließen sich in Studien bei einem erhöhten Omega-3-Spiegel besser bewältigen.

 

Zum Anfang des 19. Jahrhunderts hatte die englische Bevölkerung einen so hohen Omega-3-Spiegel wie nirgends sonst in Europa (viktorianisches Zeitalter)! Die Menschen ernährten sich vorwiegend von Nahrungsmitteln, die nur wenig verarbeitet waren und auch nicht von durch Chemie belasteten Äckern geerntet wurden. Natürlich war die Nahrungsgewinnung damals körperlich enorm anstrengend, da das Essen nicht gerade im Supermarkt um die Ecke oder bei bekannten Fastfood-Ketten erworben werden konnte. Doch all diese Belastung des täglichen Lebens und die damit zusammenhängende Ernährung machte die Menschen stark – nicht nur muskulär, sondern auch mental! Schlagen Sie nun die Brücke zur heutigen Zeit!

Mentaler oder körperlicher Stress fordert mehr Nährstoffe und Zellmembranflexibilität!

Eine so hohe Rate an Depressionen und sogenannten Burn-Outs wie heute gab es schon lange nicht mehr. Und die Zahlen steigen weiter! Um jetzt wieder die Verbindung zu Omega 3 zu finden, sollten wir einmal das Thema Stress näher betrachten. Stress kann viele Ausgangsformen haben. Bekanntlich kann Umgebungsstress aus Leistungsdruck oder persönlichen Missverhältnissen entstehen. In jedem Fall ist dieser Stress mit Oxidation in Verbindung zu bringen. Jetzt ist in der Zelle eine erhöhte Nachfrage an regulierenden Hormonen und Enzymen gefragt.

Wir haben zu unserem Leidwesen nicht mehr die Ausgangsposition der englischen Bevölkerung aus dem 19. Jahrhundert und unsere Zelle hat wenige und kleine Türen, um auf unsere Haus-Metapher zurückzukommen. Hier ist, fachlich ausgedrückt, die Membran-Permeabilität der Zelle gestört. Unsere gefragten Hormone, ob in der Zelle gebildet oder für die Zelle bestimmt, kommen weder rein noch raus. Ein Missverhältnis von Angebot und Nachfrage entsteht.

Eine so gestörte Zelle kann nun eine Nervenzelle sein, deren Aufgabe darin besteht, Impulse und Informationen weiterzutragen.

 

Ein Kopfteil mit langem Hals, von deren Ende mehre Arme abgehen. Der Kopf ist die Schaltzentrale und der Hals ist wie Kabelkanäle, die zu den Armen (den Verknüpfungsstellen) zur Endplatte, z.B. einem Muskel, angrenzen.

In dieser Zelle werden im Raum zwischen Armen und Endplatte Informationen und Impulse weitergeleitet. Durch Bildung und Speicherung von bestimmten Faktoren werden in dem Moment der Abfrage die richtige Menge in der richtigen Zeit abgegeben und der Reiz geht weiter zum Muskel (Herdplatte: heiß = Bizeps anziehen)

Eine Störung dieser Prozesse kann zu unkontrollierten Muskelkontraktionen führen oder zu abgedämpftem Informationsaustausch.

Die Natur braucht immer ein Gleichgewicht, doch warum wollen wir immer nur außen toll aussehen und schenken unserem Inneren so wenig Aufmerksamkeit? Wir geben Geld für Cremes und Styling Gel aus, haben überteuerte Handyverträge und fahren Autos, die uns auch nur halb gehören… Das was im Leben unbezahlbar ist, fällt dann hinten über – Jeden Morgen gibt es Salami auf Toastbrot und dazu die gesunde Margarine

Wir sollten anfangen, mehr Gedanken darauf zu verwenden, was uns direkt beeinflusst!

„Du bist, was du isst“, heißt es! Essen wir doch einfach etwas bewusster und etwas weniger industriell verarbeitete  Lebensmittel!

 

 


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